Politik als magische Praxis

Lyrik Kabinett·Amalienstraße 83a, 80799 München

Der ungarische Lyriker Márió Z. Nemes präsentiert Texte aus seinem aktuellen Projekt und seinem sechsten Gedichtband „Das verborgene Leben der Primaten“, an dem er als Stipendiat der Villa Waldberta arbeitet. Inhaltlich setzt sich das Projekt mit der Postfaktizität des Orbán-Systems auseinander und reagiert auf Populismus als magische Praxis. In spät-surrealistischer Manier entfaltet Nemes eine poetische Gegenmagie über animierte, sprechende Plüsch-Affen und öffnet so ein poetisches Welttheater, das aus dem Kinderzimmer heraus Denk- und Bildräume erschließt. Zu hören sind neue und erstmals ins Deutsche übersetzte Gedichte. Márió Z. Nemes, geboren 1982, arbeitet oft experimentell und intermedial und lehrt als Kunsttheoretiker an der Eötvös Lóránd Universität in Budapest. LJ Jeschke ist Lyriker:in, Übersetzer:in und arbeitet im Team des Lyrik Kabinetts.

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