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In seinem neuen Roman „Afrika“ verlegt Daniel Kehlmann die Handlung ins Berlin des Winters 1884/85, wo Vertreter europäischer Mächte, der USA und des Osmanischen Reiches über Handel und koloniale Besitzansprüche beraten, ohne afrikanische Beteiligung. Im Zentrum steht der österreichisch-ungarische Legationsrat Strinetzky, der mit einem Betrugsskandal, Geldsorgen und einem Duell ringt. Der Roman zeigt, wie Verantwortung sich in Verfahren auflöst und richtet mit komischer Note den Blick auf die Banalität politischen Handelns.
Der Autor liest aus dem Buch und spricht darüber, wie Literatur historische Wirklichkeit verwandelt und die koloniale Vergangenheit in die Gegenwart hinein sichtbar macht. Kehlmann, 1975 in München geboren, lebt in Berlin und New York und ist durch Werke wie „Die Vermessung der Welt“ und „Tyll“ international bekannt geworden.
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