Münchner Philharmoniker: Strauß (Sohn) / Schostakowitsch / Zimmermann / Ravel
Der Abend stellt den Donauwalzer als Symbol der Wiener Eleganz dem dunklen Gegenbild gegenüber. Anja Bihlmaier stellt der walzerseligen Perfektion innere Zerrissenheit, bitteren Spott und den taumelnden Abgesang einer Epoche gegenüber. Bei Dmitrij Schostakowitsch bleibt der Tanz nur als Schatten in nervöser Motorik und grotesk verzerrten Rhythmen präsent. Bernd Alois Zimmermann zerlegt den Tanz in eine grelle Collage aus Zitaten. Maurice Ravels „La valse“ bringt den Walzer als Erinnerung und Rausch zurück.
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