Münchner Philharmoniker: Fauré / Bartók
Elīna Garanča und Christian Van Horn verkörpern Judith und Herzog Blaubart und zeichnen den inneren Seelenkrimi von dunkler Bedrohung und trügerischer Pracht nach. Zwei Geschichten voller Andeutungen und Geheimnisse stehen einander gegenüber. Gabriel Faurés Musik zu Pelléas et Mélisande entfaltet eine lichte Atmosphäre, in der schwebende, fließende Klänge dominieren. Die nachträglich ergänzte „Sicilienne“ fügt sich mit ihrer ausladenden Melodie besonders gut ein. Béla Bartóks Tonsprache in Herzog Blaubarts Burg ist zurückgenommen und konzentriert wie ein eisiger Windhauch, der durch die unheimliche Burg zieht.
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