Wem gehört die Zukunft?
NS-Dokumentationszentrum München · Mittwoch, 30. September 2026 um 19:00 Uhr
Kriege, Klimakrise, Inflation und soziale Unsicherheit werden als Ausgangslage genommen, um zu untersuchen, wie rechte und autoritäre Bewegungen einfache Antworten auf komplexe Probleme anbieten und Frust gegen vermeintlich ‚Nicht-Zugehörige‘ lenken. Es wird erörtert, weshalb Abstiegs- und Verlustängste eher gegen Migrant*innen und Geflüchtete gerichtet werden als gegen die strukturellen Ursachen sozialer Ungleichheit. Dabei stehen die Verteidigung von realem und imaginiertem Besitz, die politische Instrumentalisierung von Verlustängsten und die Konstruktion von Feindbildern im Mittelpunkt. Zudem wird nach Alternativen gefragt, etwa der Idee einer ‚Antifaschistischen Wirtschaftspolitik‘. Moderiert wird die Veranstaltung von Ferdinand Meyen. Als Gesprächspartnerinnen treten die Philosophin und Publizistin Eva von Redecker und die Politikwissenschaftlerin und Journalistin Sabine Nuss auf. Von Redecker forscht zu Eigentum, Freiheit und gesellschaftlicher Transformation und veröffentlichte unter anderem ‚Revolution für das Leben‘, ‚Bleibefreiheit‘ und zuletzt ‚Dieser Drang nach Härte‘ (2026). Sabine Nuss arbeitet zu politischer Ökonomie, Kapitalismuskritik, Digitalisierung und Eigentumsverhältnissen und schrieb ‚Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik‘ (Dietz Berlin 2025).
Termin
Mittwoch, 30. September 2026 um 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr